Allgemeines

Funktionsweise der Schilddrüse

Die Schilddrüse - ein zentrales Stoffwechselorgan des Menschen

Die Schilddrüse (Glandula thyroidea) ist eine hormonbildende Drüse, welche vor der Luftröhre am Hals liegt und aus einem linken und rechten Lappen besteht. Diese Lappen sind in der Form eines H miteinander durch eine Brücke, den sogenannten Schilddrüsenisthmus verbunden.
Die normal große Schilddrüse wiegt etwa 15-20 g und misst vom oberen zum unteren Pol etwa 4 cm. An ihrer Rückseite befinden sich die von der Schilddrüse unabhängigen Nebenschilddrüsen.
Eine Besonderheit ihrer anatomischen Lage ist die enge Lagebeziehung zu den Stimmbandnerven, die bei einer Operation unbedingt geschont werden müssen.
Hauptaufgabe der Schilddrüse ist die Produktion der Schilddrüsenhormone Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4). Außerdem produzieren spezielle Zellen (C-Zellen) das Hormon Kalzitonin, das den Kalzium- und Phosphatstoffwechsel steuert.
Die Ausschüttung der Schilddrüsenhormone wird über Regelkreisläufe vom Gehirn durch die Hirnanhangdrüse (Hypophyse) gesteuert und steht normalerweise in einem Gleichgewicht.
Die Schilddrüsenhormone übernehmen Steuerungsfunktionen im gesamten Organismus und sind daher äußerst wichtig für die Funktion und Regulation verschiedener Organsysteme. Daher können für längere Zeit unbehandelte Schilddrüsenfunktionsstörungen auch Folgeschäden an verschiedenen anderen Organen verursachen.
Ein wichtiger Bestandteil des Schilddrüsenhormons ist Jod, welches mit der Nahrung aufgenommen wird. Aus diesem Grund kommt es in Gebieten mit einer schlechten Jodversorgung zu einem gehäuften Auftreten gewisser Schilddrüsenerkrankungen.

 

Fehlfunktionen der Schilddrüse

Je nachdem wie viel Schilddrüsenhormon produziert wird, spricht man von einer euthyreoten Stoffwechsellage (d.h. normale Schilddrüsenhormonwerte), von einer hyperthyreoten Stoffwechsellage, wenn aufgrund einer Erkrankung eine Überfunktion der Schilddrüse vorliegt, und von einer hypothyreoten Stoffwechsellage, wenn eine Unterfunktion vorliegt.
Die Auswirkungen einer Überfunktion sind Herzrasen, Nervosität, häufiger Stuhlgang/ Durchfall, ungewollter Gewichtsverlust trotz vermehrten Appetits und vermehrte Schweißneigung.
Bei einer Unterfunktion liegen gegensätzliche Symptome, wie z. B. Antriebslosigkeit, Müdigkeit und verminderte geistige und körperliche Leistungsfähigkeit, Verstopfung, Gewichtszunahme, trockene und teigige Haut, sowie leichte Schwerhörigkeit vor.

 

Weiterführende Informationen

Die Erkrankungen der Schilddrüse lassen sich prinzipiell in gutartige Erkrankungen und bösartige Erkrankungen unterteilen.
Zu den gutartigen Erkrankungen gehört beispielsweise die Knotenstruma (Kropf). Nach einer nuklearmedizinschen Untersuchung wird die Operationsindikation gestellt. Chirurgen und Nuklearmediziner arbeiten hierbei eng zusammen.

Die bösartigen Erkrankungen der Schilddrüse werden als Schilddrüsenkrebs bezeichnet. Hier gibt es mehrere Formen mit unterschiedlichen Verlaufsformen.

Unsere Kliniken verfügen über langjährige Erfahrung in der Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen. Jährlich werden etwa 280 Schilddrüsenoperationen vorgenommen, die meisten Patienten werden dabei in so genannten klinischen Pfaden behandelt – d.h. die Vorbereitung erfolgt prästationär, die Patienten müssen erst am Operationstag ins Krankenhaus kommen und werden am 2. Tag nach Operation entlassen.

 

Informationen zu gutartigen Schilddrüsenerkrankungen

Informationen zu den gutartigen Schilddrüsenerkrankungen finden Sie auf den folgenden Seiten

 

Informationen zu bösartigen Schilddrüsenerkrankungen

Alle notwendigen Informationen zu bösartigen Schilddrüsenerkrankungen - also Schilddrüsenkrebs finden Sie auf den folgenden Seiten

 

Informationen zur operativen Therapie

Information zur Schilddrüsenoperation finden Sie auf diesen Seiten

 

Ansprechpartner

Dr. Meier ist Ihr Ansprechpartner für Schilddrüsenerkrankungen

Bei Fragen können Sie Kontakt aufnehmen oder einen Sprechstundentermin vereinbaren

 

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